Petition

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Wiertz Museum, Park Léopold : STOP mit der Europäischen Parlaments Büros Schwemme und der Privatisierung des öffentlichen Raums

Anlässlich der Umstrukturierung seiner Vertretungsaktivitäten während der Renovierung des ‘Caprice des Dieux’, hat das Europäische Parlament es auf das Haus und den Park von Antoine Wiertz abgesehen, die sich neben dem gleichnamigen Museum befinden.

Wiertz, ein eigenwilliger und vorzeitiger surrealistischer Maler, hat sich dort um 1850 niedergelassen. In seinem Testament hat er seine sämtlichen Bilder dem belgischen Staat vermacht, vorausgesetzt dass sein Atelier kostenlos öffentlich sein und dass sein Haus als Künstlerresidenz dienen würde. Henri Conscience, der flämische Victor Hugo starb dort 1883. Der junge Auguste Rodin begann seine Laufbahn in einem der zahlreichen in der Nähe des Meisters sich befindlichen Ateliers.

In letzter Zeit, wurden viele Ateliers zerstört, um Büros Platz zu machen. Das Wiertz Museum, sowie sein unter Denkmalschutz gestellter Park, sind zum Bollwerk gegen den enormen vom Europäischen Parlament ausgeübten Druck auf das ganze Viertel der Chaussée de Wavre und des Park Léopold geworden. Von der trägen öffentlichen Gewalt vernachlässigt, (siehe die Unterschriftenaktion von Bernard Hennebert) hat das Museum aber zuletzt die Begehrlichkeit seines unstillbaren Nachbars geweckt: während der traurige ‘Caprice des Dieux’ versuchen wird, sich wieder schön zu machen, würde das Haus und der Garten des Malers zum ,freundlichen’ Ort der Tanzfeste für Personen guter Zusammensetzung werden.

Heutzutage werden die Sicherheitsmassnahmen, an denen die Europäischen Institutionen immer mehr Gefallen finden, zwangsläufig verhängnisvolle Auswirkungen auf das Wiertz Museum, sowie auf den öffentlichen Raum und die urbane Vielfalt, die in diesem Viertel bewahrt werden konnten, haben. Muss man mit der grandiosen Rückkehr des ,Fassadismus’, neulich durch die erleichterte Niederlassung des ,Hauses der europäischen Geschichte’ ins ehemalige Eastman Institut (Park Léopold) geweiht, auch erwarten, dass drei zusätzliche Etagen über das Haus des Malers gebaut werden, wovon nur die Fassaden erhalten gewesen werden?

Wir sind diejenigen, die stets die Stadt bewohnen und die auch von ihr bewohnt sind, Liebhaber des Brüsseler Erbe, Besucher von Kulturorten, Wirtschaftsakteure des Viertels oder Sonntagsspaziergänger. Wir wollen einen öffentlichen Raum, der es bleibt und öffentliche Museen für alle. Wir verlangen von den belgischen und Brüsseler Behörden, dass die administrative Schwemme und die damit zusammenhängenden Sicherheitsmassnahmen im Leopold Park und Viertel eingestellt wird.

Wir widersetzen uns der Vorherrschaft der Europäischen Verwaltung über das Wiertz Museum und seine Nebengebäude. Anstatt es dem Europäischen Parlament (für einen symbolischen Euro!) zu verkaufen, verlangen wir vom belgischen Staat, dass er Antoine Wiertz und seinem Testament Ehre erweist, indem er sein Haus wieder für Künstler zur Verfügung stellt, das Museum besser fördert und es öfter zugänglich macht.

• Association du Quartier Léopold

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